Im Spiegel der Zeit – Die Maler de Bruycker

Allda-Eugen de Bruycker

 

Der Maler Allda-Eugen de Bruycker (geb.1901 - gest. 1981) entstammt einer flämischen Hugenottenfamilie, die als Protestanten verfolgt im 17. Jahrhundert ihre angestammte Heimat verlässt und zunächst in Schleswig Zuflucht und Anstellung am Schloss Gottorp findet.

 

 

Herzog Christian-Albrecht (1659-1694) schätzt den Geist und die Tatkraft der Hugenotten, ihren Fleiß und ihre aufrechte Haltung. Sie sind willkommen in seinem Land, zwischen Nord- und Ostsee, dem heutigen Schleswig-Holstein.

Jacques de Bruycker (1660-1711) - der Vorfahre von Allda-Eugen de Bruycker - verdingt sich als fürstlicher Futtermarschall und Feldtrompeter, später bekommt er das Lehnsrecht für die ''Vähr zu Missund'' zugesprochen. Das Lehnsrecht bleibt 118 Jahre im Besitz der Fährleute de Bruycker.

Nicht ''Untertan'', sondern frei sein im Geist, eigenverantwortlich handeln, der Freiheit zu dienen, das sind Tugenden, die sich über die Jahrhunderte durch die Vita der de Bruycker - Familie ziehen.

Hans-Jacob Theodor de Bruycker (geb.1823 - gest. 04.08.1898) wendet sich dem Malerhandwerk zu und gründet 1853 eine eigene Firma für Anstreicher- und Malerarbeiten in Altona, ein seinerzeit noch unter dänischer Verwaltung stehender Vorort von Hamburg. Im Jahre 1885 wanderte er mit seiner Familie in die USA aus. Sohn Hermann bleibt als einziger in Deutschland.

de bruycker in den USA

Steinaufschrift: H. de Bruycker Carrtage Painter (USA)

Am 16. Dezember 1858 wird sein Sohn Hermann de Bruycker geboren. In der väterlichen Werkstatt macht er erste Bekanntschaft mit Pinsel und Farbe, dabei entdeckt er schon früh seine Leidenschaft zur Malerei.

Lehr- und Wanderjahre führen ihn durch Deutschland. Er studiert Malerei in München und Berlin und bekommt schließlich den Bürgerbrief für die Freie- und Hansestadt Hamburg.

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